Funktionale Sicherheit

Im Dezember 2009 trat die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG des Europäischen Parlaments in Kraft und mit dieser eine Reihe von neuen gesetzlichen Verordnungen, mit denen unter anderem die sogenannte „Funktionale Sicherheit“ von Geräten und Anlagen sichergestellt werden soll.

Das Ziel ist die Risikominimierung der Gefährdung von Mensch, Umwelt und Investitionsgütern. Durch systematische Fehlervermeidung, Fehlererkennung und insbesondere auch Fehlerbeherrschung soll dieses nachweislich erreicht werden. Alle Geräte und Anlagen, die im Fehlerfall zum Tod oder zur Verletzung von Menschen, zur katastrophalen Schädigung der Umwelt oder zur Zerstörung von z.B. Produktionsanlagen führen können, sind als „sicher- heitsrelevant“ einzustufen und die betreffenden Sicherheitsnormen sind bei der Konzipierung, der Entwicklung, der Herstellung und beim Betrieb entsprechend anzuwenden.

Sicherheitsrelevante Systeme finden wir heute in vielen Branchen, die Novo- technik mit seinen anspruchsvollen und innovativen Produkten beliefert.

Im industriellen Bereich, beispielsweise in der Automatisierung von Fertigungs- anlagen, bei Bahnanwendungen, in mobilen Arbeitsmaschinen wie Gabel- stapler oder Bau- und Agrarmaschinen, in der Medizintechnik und natürlich in hohem Maße im Bereich automotiver Applikationen.

Nationale und internationale Sicherheitsnormen legen hierzu die Anforderungen zur Umsetzung der Funktionalen Sicherheit der Appli- kationen und der eingesetzten Komponenten fest und definieren den „Stand der Technik“. Die Anwendung dieser Sicherheitsnormen ist für Hersteller von Anlagen, Maschinen und derer Komponenten gesetzlich vorgeschrieben.

Um die normativen Vorgaben und damit auch den Markt- und Kundenanforder- ungen gerecht zu werden wurde bei Novotechnik ein Managementsystem der Funktionalen Sicherheit im bereits vorhandenen Qualitätsmanagement- system (ISO 9001, ISO TS 16949) implementiert.

Festlegung Sicherheitsnorm und Sicherheitslevel
Entsprechend der Branche, in der sie tätig sind, legen unsere Kunden die Sicherheitsnorm und das Sicherheitslevel fest. Sie führen eine Risikobewertung für ihr Gesamtsystem durch und ermitteln so die konkreten Sicherheitsanforderungen für die Komponenten, d.h. in unserem Fall für den Weg- oder Winkelsensor.

Gerne unterstützen wir Sie dabei mit unserer Fachkompetenz bei der Umsetzung der Funktionalen Sicherheit für Ihre Applikationen - entweder durch die Auswahl der geeigneten Produkte oder bei kundenspezifischen Sensoren durch die Definition der Systemarchitektur. Sind die Sicherheitsanforderungen und die Systemarchitektur des Sensors vollständig definiert, so führen wir eine komplette Sicherheitsbewertung mittels eingeführten Methoden wie z.B. FMEDA durch. Zusammen mit dem Produkt erhalten Sie von uns innerhalb des Sicherheitsnachweises alle Kennzahlen zur Funktionalen Sicherheit.